Das Praktikum

Eine wichtige Entscheidungsgrundlage

Welcher Beruf könnte mir liegen? Mach ich eine Ausbildung oder soll ich studieren? Geht auch beides gleichzeitig? Fragen, die junge Menschen in den letzten Zügen ihrer Schulzeit beschäftigen. Fragen, die nicht immer innerhalb der Schule geklärt werden können.

Für die 18jährige Gymnasiastin Fiola Köglmeier aus Sandelzhausen musste eine Entscheidungsgrundlage her. In Praktika in verschiedenen Berufsbereichen will sie herausfinden, was ihr liegen könnte. So bewarb sie sich neben einer Praktikumsstelle in einem Krankenhaus auch um ein Schnupperpraktikum bei der Hallertauer Volksbank eG.

Im Interview mit Marketingleiter Günter Staud berichtet Fiola Köglmeier von ihrer Erfahrung:

Fiola Köglmeier: Nachdem ich die Zusage von der Hallertauer Volksbank eG erhalten hatte, stieg meine Nervosität. Was erwartet mich? Was darf ich dort machen? Lassen die mich auch in den Tresor? Ich war sehr gespannt, wie sich in einer Bank der Umgang mit Geld anfühlen wird. Auch war ich gespannt auf das Verhalten der Mitarbeiter in einer Bank. Sind die wirklich so steif, wie immer gesagt wird?


Günter Staud: Haben sich Ihre Befürchtungen bewahrheitet?

Fiola Köglmeier: Die Kolleginnen und Kollegen waren alle sehr nett, haben mir viel gezeigt und erklärt - von Steifheit keine Spur! Ich hatte während der ganzen Praktikumszeit eine feste Ansprechpartnerin. Magdalena Knöferl beantwortete mir jede meiner Fragen. Auch durfte ich selbständig Tätigkeiten ausführen und war bei Kundengesprächen am Schalter dabei. Ich durfte bei Einzahlungen Geld zählen und Überweisungen für Kunden erledigen. Und ich war im Tresor! Aber was ich da genau gesehen habe, darf ich nicht sagen.

Günter Staud: Das heißt, Sie haben auch gelernt, was das Bankgeheimnis bedeutet?

Fiola Köglmeier: Ja, klar. Ich musste sogar vor Antritt meines Praktikums eine Verschwiegenheitsvereinbarung unterschreiben.

Günter Staud: Was hätten Sie während Ihres Praktikums nicht erwartet?

Fiola Köglmeier: Dass auch Banker kreativ sein müssen. Ich durfte zusammen mit Frau Knöferl die Gestaltung und Beschriftung einer Werbefläche entwerfen und dann auch tatsächlich meine Ideen umsetzen. Das fand ich echt super! Jetzt hängt meine Kreativität in der Hallertauer Volksbank. Obwohl ich nur zwei Tage hier war, hab ich in der kurzen Zeit viel gelernt. Selbst für meine eigenen Finanzen kann ich viel Wissen mitnehmen.

Günter Staud: Heute ist Ihr letzter Tag bei uns. Wie geht’s für Sie weiter?

Fiola Köglmeier: Noch vor Feierabend findet mit Frau Knöferl ein Abschlussgespräch statt. Angeleitet von einem Fragebogen beurteilen wir uns gegenseitig. Ich darf sagen, was mir gefallen hat und was nicht. Und ich erfahre gleich, ob Frau Knöferl mit mir zufrieden war.

Günter Staud: Davon ausgehend, dass Frau Knöferl mit Ihnen sehr zufrieden war, würden Sie sich wünschen, dass sich die Hallertauer Volksbank bei Ihnen meldet? Würden Sie sich wünschen, dass wir Sie zum Beispiel zu einer Bewerbung für eine Ausbildung zur Bankkauffrau animieren?

Fiola Köglmeier: Das würde mich sehr freuen! Es würde mir bestätigen, dass die Hallertauer Volksbank mit mir zufrieden war und mich als Auszubildende einstellen würde. Außerdem hätte ich den Stress weg, mich bei anderen Unternehmen bewerben zu müssen. Ich denke, so ein Praktikum ist eine gute Gelegenheit sich gegenseitig kennen und einschätzen zu lernen. Und selbst wenn mich die Hallertauer Volksbank nicht einstellen würde, hab ich ja immer noch eine gute Praktikumsbeurteilung und eine Praktikumsbestätigung. Beides kann ich meinen Bewerbungsunterlagen bei einem anderen Unternehmen beilegen – das macht sich immer gut.

Günter Staud: Das stimmt. Mit diesen beiden Unterlagen können sich andere Personalchefs schnell eine Bild von Ihnen machen. Kommt für Sie als Gymnasiastin auch eine Kombination aus Ausbildung und Studium, das sogenannte Verbundstudium, in Frage? Sie wissen, dass die Hallertauer Volksbank das duale Studium anbietet?

Fiola Köglmeier: Das wurde mir erklärt. Ich halte das auch für eine gute Möglichkeit. Ich halte mir diesen Weg noch offen. Vielleicht mach ich aber jetzt erst mal eine solide Ausbildung und setz dann noch ein Studium drauf. Es gibt viele Wege, wie man sich weiterentwickeln kann. Sogar innerhalb der Volksbank selbst wurden mir verschiedene Möglichkeiten der Weiterbildung aufgezeigt – da kann ich es sogar bis zum Bachelor bringen. Meine Entscheidung ist noch nicht gefallen. Schließlich hab ich ja auch ein Praktikum im Krankenhaus vor mir. Vielleicht verschlägts mich ja in ein Medizinstudium. Das ist ja das Schöne an einem Praktikum, man kann alles erkunden, aber nichts ist verpflichtend.

Günter Staud: Dann wünsche ich Ihnen schon heute viel Spaß beim Praktikum im Krankenhaus. Und wer weiß, vielleicht bekommen wir ja doch bald eine Bewerbung für eine Ausbildung zur Bankkauffrau von Ihnen. Für Ihre Zukunft wünschen wir Ihnen alles Gute und sage vielen Dank für das Interview.

Fiola Köglmeier: Ich bedanke mich für das Gespräch und für die Möglichkeit ein Praktikum hier in der Hallertauer Volksbank zu machen. Und – wer weiß – vielleicht bekommen Sie ja tatsächlich schon bald meine Bewerbung.